Juli 2017 – Ich hab einen neuen Job!

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So heute kommt endlich die große Enthüllung, die ich schon lange versprochen habe.
Ich hab nämlich seit Juli eine Sommervikarstelle in der „Hverdagsrehabilitering“. Dort hab ich ja schon mal gearbeitet. Aber immer nur kurz und auf Abruf. Jetzt hab ich einen Vertrag von Anfang Juli bis Ende September. Ich soll jetzt quasi über den Sommer aushelfen. Es ist eine 50% Stelle. Einfach super!!! Ich hab mich sooo riesig gefreut als Tina angerufen hat und gefragt hat, ob ich Zeit und Lust dazu hätte.

Ich hatte mir ja schon Gedanken gemacht, wie es bei mir weiter gehen soll. Denn die Kunden kommen leider nicht von alleine. Man muss schon einiges an Zeit investieren, dass man auch was zu tun hat. Deshalb hatte ich den Plan evtl. noch einmal ein Angebot bei Letsdeal (Couponaktion) zu machen. Im Winter war dann eine eigene Aktion für meine Kunden geplant (da diese nicht bei der Letsdealaktion teilnehmen dürfen) und für den Frühling hatte ich den Plan einen Kurs zu geben (Kinesiotaping). Aber das wird sich jetzt natürlich alles ein bisschen verschieben, da ich jetzt vermutlich gar keine Zeit haben werde um all das umzusetzen. Aber das ist ja eigentlich positiv, dass ich weniger Zeit habe.

Das heißt also ich arbeite jetzt 3 Tage die Woche in der Sandnes Kommune (Montag, Mittwoch und Freitag) und die restliche Zeit in meiner eigenen Praxis. Das ist teilweise echt hart, denn wenn ich um 16 Uhr nach Hause komme, dann heißt es oft: alles für den Hausbesuch vor zu bereiten und wieder ab ins Auto um zu einem Kunden zu fahren oder ich habe einen Kunden der zu mir nach Hause kommt. Und so komm ich dann oft erst sehr spät heim/ habe sehr spät Feierabend und am nächsten Tag geht’s dann in der eigenen Praxis weiter bzw. ich „muss“ wieder nach Sandens, um dort zu arbeiten. Ich habe das Gefühl es sind grad so 110% die ich arbeite. Und dann natürlich ein bisschen anders verteilt, wie wenn man die 110% zu normalen Arbeitszeiten hätte. Da bleibt leider wenig Zeit für mich und Marco und wie ihr sicher auch bemerkt habt, wenig Zeit um meinen Blog zu pflegen.

Aber es macht mega viel Spaß dort und das Team dort ist auch sehr nett. Ich wurde wieder herzlich aufgenommen. Es ist eine große Chance für mich und ich kann wieder sehr viel dazu lernen. Auch mein Norwegisch wird sich wieder weiter verbessern.
Ich erzähle jetzt einfach nochmal ein bisschen was über die Hverdagsrehabilitering und was meine Aufgaben dort sind.

Die Hverdagsrehabilitering (frei übersetzt Alltagsreha) ist ein gratis Angebot von der Stadt. Der Zweck ist, die Leute sollen so lang wie möglich zu Hause leben können und so wenig Unterstützung wie möglich brauchen. Ich finde das ist eine super Sache! Das bräuchten wir in Deutschland auch!! Und es ist unglaublich wie gut es funktioniert und wie groß die Veränderung danach ist.
Das Team in Sandnes besteht aus 2 Physiotherapeuten, 2 Ergotherapeuten, einer Trainerin (keine ausgebildete Fitnesstrainerin, eher sowas wie ein Pflegehelfer), die Chefin und jetzt zusätzlich ich.
Normalerweise bekommen wir eine Überweisung vom Arzt oder die Sozialstation oder aber Angehörige selbst melden die Teilnehmer/Patienten an. Oft kommen die Patienten auch vom Krankenhaus oder einer Kurzzeitpflege nach Hause und bekommen dann die Alltagsreha im Anschluss.
Wenn wir dann also die Meldung bekommen haben, dass jemand Hverdagsrehabilitering (gesprochen übrigens Werdagsrehabilitering) haben möchte/soll, lesen wir uns erst ein bisschen in die Krankheitsgeschichte ein und rufen dann bei dem Patient an, um uns vorzustellen (Das Alltagstraining ist ein sehr neues Angebot, die Alltagsreha gibt es erst seit 4 Jahren.) und einen Termin für einen Besuch aus zumachen.
Zu dem Besuch kommen dann normalerweise ein Physiotherapeut und ein Ergotherapeut, sowie wenn möglich die Person, die dann später mit dem Patient trainiert.
Das ist entweder unsre eigene Trainerin, aber meist eine Schwester von der Sozialstation (Es gibt viele verschiedene Modelle des Alltagstrainings. In Stavanger z.B. arbeiten sie nicht mit der Sozialstation zusammen, die haben viele eigene Trainer. Jedes System hat seine Vor- und Nachteile. Würde hier aber jetzt den Rahmen sprengen, wenn ich das näher erkläre. Wenn ihr allerdings mehr wissen wollt, so kann ich natürlich gerne einen extra Beitrag dazu machen.).
Bei diesem 1. Besuch versuchen wir dann heraus zu finden, wo der Patient Unterstützung braucht. Welche Hilfsmittel sind schon vorhanden und welche könnten evtl. sinnvoll sein noch zu beantragen? Wir überprüfen die Eigenmotivation, denn die ist sehr wichtig für das eigentliche Training. Wir versuchen mit dem Patient Ziele zu formulieren und wir testen die physischen Begebenheiten, wie zum Beispiel die Balance oder die Kraft der Beine (Das ist vor allem die Aufgabe des Physiotherapeuten.). Anschließend machen wir einen Termin aus, an dem das Training starten soll.
Dann kommt ein großer Bürokratieteil auf uns zu. Wir müssen alles dokumentieren. Wir müssen eine Art Vertrag schreiben, den der Patient dann später bekommt und wir müssen alles ins System eintragen. Der Physiotherapeut erstellt dann anschließend den Trainingsplan und der Ergotherapeut beantragt eventuelle Hilfsmittel.
Dann kann das Training losgehen. Es trifft sich der Physiotherapeut und der Trainer beim Patienten. Gemeinsam geht man durch das Übungsprogramm. Allerdings steuert erstmal der Physiotherapeut die Übungen und weist auf eventuelle Gefahren hin.
(Die Trainer haben wie schon gesagt eine Ausbildung als Pflegehelfer. Sandnes wird in verschiedene Zonen aufgeteilt, in denen die Sozialstation arbeitet. Jede Zone hat also ein eigenes Team an Pflegern und Pflegehelfern. Und wir arbeiten nicht mit allen zusammen, sondern jede Zone hat zwei Trainer. Das heißt, auch wenn die Trainer keine spezielle Trainerausbildung haben, so bekommen sie trotzdem ein speziellen „Kurs“ von uns, damit sie das Training übernehmen können. Es ist also schon ein gezieltes Training möglich, dennoch könnten noch bessere Effekte erzielt werden, wenn das Training ein Physiotherapeut machen würde. Aber auch hier wird ab und zu gespart und es wäre einfach zu teuer.)
Das Training kann aus verschiedenen Teilen bestehen. Klassische Hockergymnastik oder aber man geht eine Runde spazieren, unterstützt den Patient beim Kochen oder Einkaufen oder was er sich sonst so als Ziel gesetzt hat. Normalerweise findet das Training 3-5 mal die Woche statt. Je nach Trainingsprogramm variiert die Zeit sehr. Aber eine halbe Stunde pro Einheit auf jeden Fall. Wir haben aber auch Patient, wo die Trainer 2 mal am Tag kommen. Zum Beispiel um gemeinsam das Frühstück zu machen oder ihnen im Bad zu helfen und dann kommen sie nachmittags wieder um noch Übungen zu machen. Dann kann so ein Training auch mal insgesamt 60min dauern oder länger. Aber das ist alles kein Problem. (Ist das nicht ein super Angebot von der Stadt?! Und die Leute müssen gar nichts bezahlen.) Das komplette Angebot geht über 4 Wochen. Nach den ersten 2 Wochen kommt der Physiotherapeut nochmal persönlich vorbei, um das Training eventuell anzupassen.
Und nach den 4 Wochen treffen sich dann nochmal alle beim Patienten (Physio- und Ergotherapeut, sowie der Trainer). Dort werden die 4 vergangene Wochen zusammengefasst und überprüft ob man die Ziele erreicht hat, die man am Anfang festgelegt hat. Auch die Balance- und Krafttest vom Anfang werden noch einmal gemacht, um zu sehen ob sich etwas verändert hat.

Und ja meist (wahrscheinlich 90% aller) gibt es wirklich große Veränderungen. Die Leute sind wieder viel selbständiger und auch motivierter ihren Alltag wieder selbst in die Hand zu nehmen. Natürlich ist es nicht so dass ein schwer kranker Patient danach geheilt ist, aber wenn man davor viel Pflege gebraucht hat und man nicht mal mehr alleine aufs Klo konnte, so ist das doch ein großer Erfolg, wenn dies nach diesen 4 Wochen wieder möglich ist.
Wir haben auch Patienten bei denen wir vermeiden konnten, dass sie ins Altersheim mussten. Es ist toll zu sehen, was man in nur 4 Wochen erreichen kann. Und die Kommune spart sich so natürlich auch Geld. Denn so ein Altersheim ist teuer und wenn man das nochmal um 3 Jahre hinauszögern kann, ist das natürlich super.

Nach ca. 6 Wochen nach Abschluss des Trainings wird der Patient noch einmal getestet und es zeigt sich, dass meist die aktuelle gute Form gehalten werden konnte oder gar nochmal verbessert wurde.

Als Physiotherapeut dort zu arbeiten ist sehr spannend (Allerdings könnte ich mir es nicht als 100% Stelle mein Leben lang vorstellen. Das wäre vermutlich irgendwann nicht mehr genug, denn es ist nicht sehr fordernd und sehr eintönig, was das große Spektrum des Physiotherapeuten angeht.). Es ist so schön zu sehen wir man den Menschen helfen kann und sie sind einem sehr sehr dankbar (Das vermiss ich doch manchmal in meiner Praxis, da fühl ich mich teilweise doch sehr ausgenutzt.).

Und wenn man dann noch den Arbeitstag mit einem deutschen Arbeitstag vergleicht, so würden meine Kollegen in Deutschland vermutlich beginnen zu heulen, wenn sie das hören.
Es ist wirklich sehr entspannt. Man hat maximal 4 Patienten am Tag (Man darf es aber natürlich nicht mit einer normalen Physiopraxis vergleichen. Denn es ist ja eine ganz andere Art von Arbeit.) und die restliche Zeit verbringt man mit Dokumentation.

Ich muss immer schmunzeln, wenn die Kollegen dann sagen, dass heute aber ein stressiger Tag ist. Denn jeder Physio in Deutschland hat es 100mal stressiger an einem normalen Arbeitstag. Aber für die Norweger, die das nicht gewohnt sind, kann das dann schon mal stressig sein.

Ich würde behaupten die gute Mischung ist es. In Deutschland ist es vielleicht ein bisschen zu extrem und die Norweger könnten manchmal einen Zahn zu legen.

 

Der Job bei der Alltagsreha ist für mich also eine super Abwechslung zu meiner eigenen Praxis und auch ein festes Einkommen zu haben, ist natürlich super. Ganz klar!

Ich verlink euch jetzt hier nochmal die anderen Beiträge zu diesem Thema.

Mittwoch, 23.11.16 – Glücksnovember?! Ein neuer Job!!!

Mittwoch, 23.11.16 – Meine ersten Arbeitswochen als Vikar in Norwegen

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Juli 2017 (Teil 2)

What I eat in a day week?!

Mittwoch, 5.7.17 – Penne mit Spinat und Lachs

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Donnerstag, 6.7.17 – Joghurt
Hier in Norwegen gibt es nicht ganz so viel Auswahl an Joghurts bzw. viele ähneln sich sehr. Und leider sind sie sehr sehr teuer. Die 8 kleine Becher Joghurt haben mein ich über 5€ gekostet. Aber diese Spezial-/Saisonjoghurts von Tine sind ganz gut. Deshalb probieren wir jeden mal.

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Freitag, 7.7.17 – Fisch mit Senfkruste
Heute haben wir mal was Neues ausprobiert. Marcos Fischfilet (Dorsch – vom ersten Wurf mit dem neuen Boot) mit Senfkruste. Es war super lecker! Das wirds bestimmt noch öfter geben!

 

Samstag, 8.7.17 – Kirschen
Heute hab ich mir Kirschen gegönnt. 4€ aufs Kilo. Keine Ahnung ob das jetzt teuer oder okay war, aber ich hatte mal wieder Lust auf Kirschen. Ich hab schon ewig keine mehr gegessen.

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Fazit der Arbeitswoche als selbständiger Physiotherapeut – Mai/Juni 2017 (Teil 3)

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© Lena Schimmele

Es war keine besonders hektische Woche und ich hatte auch nicht allzu viele Kunden. Da gibt’s Wochen/Tage da hab ich deutlich mehr. Aber ich würde sagen die Woche ist eine durchschnittliche Woche und erzählt ganz gut wie mein Arbeitsalltag mit der Letsdealaktion + meinen eigenen Kunden ausgesehen hat.

Man kann die Arbeit natürlich überhaupt nicht mit meinen Jobs in Deutschland vergleichen. Da ich in Deutschland ja fest angestellt war in einer Praxis mit Rezeptionskraft. Da bekommt man dann schon deutlich mehr Unterstützung. Da man die Terminierung und die Abrechnung zum Beispiel nicht selber machen muss. Allerdings hat man trotzdem weniger Zeit zu behandeln als ich jetzt habe. Denn ich kann mir die Zeit nehmen die ich möchte. Und noch kann ich auch so viel Zeit wischen meinen Kunden einplanen. Das ist schon echt Luxus.

Was ich leider feststellen musste, ist, dass die Menschen sehr respektlos gegenüber der Selbständigkeit sind. Viele reden davon, dass ich ja nur Geld scheffeln würde, wenn man allerdings mal einen Blick auf mein Konto werfen würde, dann würden die für das Geld was ich in einem Jahr verdiene nicht mal für 2 Monate arbeiten, deshalb kränkt mich diese Aussage schon immer sehr. Denn schließlich bekommt man auch eine volle halbe Stunde Behandlung und alles Zusätzliche wie Terminierung, Dokumentation, Vor- und Nachbereitung, sowie labern kommt ja alles nicht dazu. Das ist bei anderen Therapeuten hier definitiv nicht so. Also kann man meine Preise (die übrigens am unteren Drittel orientiert sind) gar nicht mit den anderen vergleichen, da der Service nicht einer Massenabfertigung gleicht.

Und auch meine Freizeit wird wenig respektiert. Die Leute gehen davon aus, dass ich den ganzen Tag zuhause sitze und NUR auf sie warte. Nicht etwa, dass ich noch andere Kunden hätte oder auch mal andere Dinge zu erledigen hab, nein ich warte nur auf Person X.

Und wenn ich dann nicht sofort einen Termin habe oder abends um 9 nicht mehr arbeiten möchte, genauso wenig wie samstags oder sonntags, dann trifft man da sehr häufig auf Unverständnis. Denn ich bin ja selbständig, ich kann doch alles so legen wie ich will. Ja und ich hab für mich beschlossen, dass das Wochenende meine Freizeit ist. Denn unter der Woche ist es schwierig irgendwas abends zu planen, da ich da ja jeden Abend arbeite.
Mittlerweile kann ich damit ganz gut umgehen, dennoch schüttelt man natürlich den Kopf, wenn dann doch immer wieder mal solche Aussagen kommen.
Erstaunlich ist wie viel Zeit man im Büro verbringt. Gefühlt ist es immer nochmal solang wie die Behandlung war, aber das stimmt natürlich nicht. Aber trotzdem kommt schon einiges in der Woche zusammen.
Auch die Terminierung nimmt immer viel Zeit in Anspruch (vor allem weil die Leute nicht wissen was sie wollen und ständig ihre Termine ändern).

 

ABER

all das macht mir riesigen Spaß!!!! Es ist einfach toll sein eigener Chef zu sein und ich kann die Behandlungen so gestalten wie ich möchte und es für richtig erachte, ohne an irgendwelche Rezepte gebunden zu sein. Diese Freiheit genieße ich schon sehr. Und es ist auch schön von zu Hause aus zu arbeiten, denn solang ich noch nicht von morgens 8 bis abends 8 ununterbrochen Kunden habe, kann ich in den Lücken zwischen drin auch mal Wäsche waschen, saugen, aufräumen, lesen, Blog schreiben, spazieren gehen oder was mir sonst so einfällt.

Ich bin unheimlich gerne Physiotherapeut!! Es macht einfach Spaß und man lernt so viele verschiedene Menschen und ihre Geschichten kennen. Einfach wundervoll!!

Eine Arbeitswoche als selbständiger Physiotherapeut – Mai/Juni 2017 (Teil 2)

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Mittwoch der ewig lange Tag stand an.
Um 7.00 bis 7.30 war Horst der Langzeitpatient wieder da. Im Anschluss hab ich die Codes der Rabattaktion überprüft und eine Statistik erstellt, da heute der letzte Tag war um die Codes einzugeben, zu aktivieren, damit ich mein Geld bekomm. Alle die jetzt diese Woche noch kommen werden, mussten den Code vorher schon angeben, damit ich diesen rechtzeitig aktivieren konnte. Um 9 Uhr hab ich dann gefrühstückt und wären dessen mit meiner Mami geskypt. Von ca. 10.30 bis 11.30 hab ich dann auf YouTube nach Frisuren gesucht, die ich an der Hochzeit einer Freundin im Juli haben will. Denn meine Mama hatte mir angeboten, dass sie mir die Haare Flechten würde.

Danach hab ich dann wieder ein bisschen im Büro gearbeitet. Rechnungen geschrieben, E-Mails beantwortet und das übliche Zeugs.

Von 13.00 bis 14.30 hab ich mir dann heute eine längere Pause gegönnt, da mein Tag heute nicht vor 20 Uhr enden würde. In meiner Pause hab ich natürlich gegessen und neben her ein paar Bloggern auf YouTube verfolgt.

Kurz vor 15 Uhr hab ich dann alles für die nächste Kundin vorbereitet. Diese kam schönerweise pünktlich. Sie hatte einen Code für 30min Massage. Wir haben aber doppelt so lange gemacht, da sie eine ausführlichere Krankheitsgeschichte hatte und wir so lange brauchten, um davor erst alles zu besprechen. (Denn ihr erinnert euch, man bekommt bei mir die komplette Zeit Behandlung und alles andere wie Terminierung, Anamnese und so geht extra – nicht jeder Kunde weiß diesen Service zu schätzen).

Im Anschluss hab ich alles für die Hausbesuche vorbereitet.

Um 16.30 ging´s dann mit dem Auto nach Stavanger. Dort habe ich dann Elsa, ein 4-jähriges Mädchen. Mit ihr kann ich dann in der KG immer ein paar ausgefallenere Sachen machen. Zu Elsa komme ich wegen ihren Füßen und Beinen. Hier malen wir dann mit den Füßen, sortieren „Edel“steine in Boxen (natürlich mit den Füßen), spielen Gummitwist oder was mir sonst noch so einfällt. Kinderbehandlungen sind einfach immer was Tolles!

Danach bin ich dann noch zu Dominic gefahren. Auch ein Hausbesuch, 30min KG.

Um 20 Uhr war ich dann wieder zuhause. Dort habe ich noch die Massagebank und die Therapiematerialien weggeräumt und dann hatte ich auch Feierabend. Auch heute hatte ich also nicht viel Zeit mit Marco.

 

Der Donnerstag hat dann wieder ein bisschen später gestartet. Von 8.30 bis 9.30 war ich wieder im Büro (erstaunlich wie viel Zeit man im Büro verbringen muss).

Ingrid, eine Lets Deal Kundin, hatte eigentlich um 9.30 Termin, doch sie kam 15min zu spät. Sie hatte sich eine Nacken- und Rückenmassage gewünscht. Nach dem Ingrids Stunde um war, stand auch schon gleich Ingve vor der Tür. Er war 15min zu früh, deshalb musste er dann noch kurz warten bis ich Ingrid verabschiedet hatte und den Behandlungsraum für die nächste Behandlung vorbereitet hatte.

Ingve hatte auch eine Stunde Massage gekauft. Er wollte aber, dass ich ihm noch ein paar Übungen für den Rücken und die Beine zeige. Das mach ich doch gerne!

Von 12.10 bis 12.30 hab ich dann alles aufgeräumt und eingetragen, danach gab´s dann Mittagessen und das Wetter einfach überragend gut war, hab ich beschlossen wandern zu gehen in meiner langen Mittagspause. Es war herrlich. Den Blogeintrag dazu findet ihr hier.

Als ich wieder zurück war, hab ich dann meine Büroarbeit nach draußen verlegt. Da wieder ein Monat rum ist, steht meine Monatsroutine auf dem Plan. Das heißt: Fahrtenbuch kontrollieren und abheften, Kassenbuch schreiben und abheften, kontrollieren ob noch genug Anamnesebögen und Befunde da sind, diese evtl. ausdrucken und zuschneiden usw.

Von 16.30 bis 19.00 war ich dann wieder auf Hausbesuch. Günter war wieder dran, 30min KG.

Heut hatte ich also schon um 19.30 Feierabend und Zeit mit Marco.

 

Am Freitag bin ich dann um 8 Uhr aufgestanden und hab aber erstmal noch eine Stunde gelesen. Um 9 Uhr bin ich dann wieder für 1 ½ Stunden ins Büro. Dort habe ich noch den Hausbesuch von gestern dokumentiert und dann weiter an meinem Konzept für den Kurs gearbeitet. Zwischendurch hab ich dann noch die Behandlungsauflagen gewaschen und zum Trocknen aufgehängt. Im Anschluss hab ich dann einen Einkaufszettel geschrieben, den ich Marco per Mail geschickt habe, das haben wir gestern voll vergessen. Zwischendurch hat dann noch ein Kunde angerufen um seinen Termin abzusagen und einen neuen auszumachen. Von 11.45 bis 13.00 hab ich dann Pause gemacht. Ich hab mir was zu essen gemacht und nebenher was angeschaut. Danach hatt ich dann wieder ein bisschen Zeit für meinen Blog. An dem hab ich dann bis 15 Uhr gearbeitet.

Ich hab dann nochmal ne Kleinigkeit gegessen bevor der nächste Kunde kam. Auch nochmal eine Letsdeal Kundin mit 60min Massage. Allerdings kam Miriam 15min zu spät. So war ich dann erst um 17.15 fertig. Um 17.30 sollte eigentlich Olaf kommen. Richtig, das war der, der mich am Dienstag so kurzfristig versetzt hat. Der schrieb mir um 17.30 eine SMS, das er 5min zu spät kommen wird. Dabei blieb es aber nicht. Denn er ist zur falschen Adresse gefahren. Bis ich ihm dann erklärt hatte wo er hin muss und er endlich da war, war dann auch schon 18 Uhr. Nachdem seine Stunde um war, hab ich dann noch die Bank gereinigt, auf geräumt und dann war ich auch echt froh, dass ich endlich Feierabend hatte.

Am Samstag hab ich dann noch dokumentiert und dann konnte ich diese Woche und auch die Letsdeal Aktion abschließen.

Eine Arbeitswoche als selbständiger Physiotherapeut – Mai/Juni 2017 (Teil 1)

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Heute hab ich mal einen ganz besonderen Eintrag für euch. Wie die meisten von euch wissen bin ich ja Physiotherapeutin und hab mich hier in Norwegen (aus Mangel an Alternativen) selbständig gemacht. In diesem Betrag möchte ich euch mal eine Arbeitswoche zeigen. Ich hatte das Frühjahr über bis Ende Mai diese Aktion bei Let´s deal (Couponseite) laufen. In dieser Zeit wusste ich manchmal nicht mehr wo mir der Kopf steht so viel hatte ich da zu tun. Auch ein Grund warum es mit dem Blog so langsam voran ging.

Diese Arbeitswoche die ich euch zeige ist die letzte Woche mit der Rabattaktion. Ich weiß gar nicht mehr warum ich diese Woche ausgesucht habe, aber sie entspricht eigentlich ganz gut auch den restlichen.

Alle Namen die ich ausgesucht habe, sind frei erfunden. Ich werde keine näheren Details zur Krankheitsgeschichte und Behandlung erzählen, da die Behandlungen und meine Kunden der Schweigepflicht unterliegen. Ich werde auch nicht auf die verschiedenen Behandlungstechniken eingehen, das würde einfach den Rahmen sprengen. Falls ihr dennoch Fragen habt, dann stellt sie mir einfach in den Kommentaren und ich versuche sie Best möglichst zu beantworten.

 

Los geht’s also mit dem Montag.

Der hat für mich sehr früh angefangen, denn mein erster Kunde kam schon um 7.00. Das heißt ich bin so kurz vor 6 Uhr aufgestanden.

Der erste Kunde Horst ist ein Langzeitpatient von mir und den betreue ich jetzt schon ganz schön lange. Aktuell ist er wegen einer Reha nach OP da. Nach den 30 min KG (Krankengymnastik) hab ich dann noch alles wieder verräumt und für den nächsten Kunden vorbereitet. Da man bei mir die vollen 30min Behandlung bekommt oder auch mal mehr, plane ich grundsätzlich eine Pause zwischen den Behandlungen, da ich die neuen Termine danach ausmache, auch mal noch ein Pläuschchen mit den Kunden halte, dokumentieren muss und die Vorbereitungen für den nächsten Kunde erledige. Der nächste Kunde kam dann schon um 7.45.

Kevin kommt zur manuellen Lymphdrainage (MLD) zu mir. Er hat eine Schwellung im Fuß nach einer schon etwas älteren Verletzung. Wir machen nicht nur Lymphdrainage sondern auch KG. Da wir das kombinieren behandle ich 45min.

Um 9.30 kommt dann Gertrude zu mir mit einer Doppelstunde KG (das heißt also bis 10.30). Gertrude und ich verstehen uns super und ich glaub wir haben es noch nie geschafft pünktlich aufzuhören. Heute hab ich bis 11 Uhr behandelt und danach haben wir dann noch getapet. Und nach unserem Pläuschchen hat sich Gertrude dann um 11.30 verabschiedet.

Jetzt hatte ich noch genau eine halbe Stunde bevor die nächste Kundin kommt. Diese Pause hab ich genutzt um die Wäsche abzuhängen und diese zu verräumen.

Um 12 Uhr bis 12.30 kam dann Marie. Marie ist eine Norwegerin, die mit einem Let´s deal Code zu mir kommt. Sie bekommt eine halbe Stunde Nackenmassage.

Danach hab ich dann endlich Pause von 13 Uhr bis 13.30 kann ich dann endlich mal was essen und kurz durchschnaufen.

Von 13.30 bis 15 Uhr ist dann Büroarbeit angesagt. Ich muss die ganzen SMS, Anrufe und E-Mails lesen und dann beantworten und neue Termine vereinbaren. Dann müssen natürlich noch die ganzen Behandlungen dokumentiert werden und Rechnungen bezahlt bzw. erstellt und verschickt werden. Und dann ist die Zeit auch schon wieder ratzfatz um.

Um 16.30 mach ich mich dann auf den Weg zum Hausbesuch. Dazu muss ich nach Stavanger fahren (so ca. 40min). Davor hab ich die Massagebank und die Therapiematerialien im Auto verstaut.

Nach 30min KG bei Günter pack ich all mein Zeug wieder zusammen und fahr wieder zurück. Zuhause muss noch schnell alles verräumt werden und dann hab ich um 19.30 Feierabend. Und endlich wieder Zeit für Marco. Wir essen gemeinsam, dann schauen wir noch bisschen Fern und dann geht’s auch schon wieder ins Bett. Tag eins wäre geschafft!

 

Der Dienstag startet dann ein bisschen später. Ich steh um kurz nach halb 8 Uhr auf und starte dann um 9 Uhr wieder mit Büroarbeit. Ich dokumentier noch den Hausbesuch von gestern und dann arbeite ich an einem Konzept für einen Kinsesio Taping Kurs den ich gern machen würde. Ich würde gerne für meine Kunden einen Kurs machen, in dem sie die Basics des Tapens lernen sollen. Das muss natürlich ordentlich vorbereitet werden und dieses Projekt steckt noch in den Kinderschuhen. Um 11 Uhr mach ich dann Schluss und mach mir was zu essen (meist ist es Obstsalat, eine Scheibe Brot oder Reste von gestern). Danach steht Haushalt auf dem Plan. Die Spülmaschine muss aus und wieder eingeräumt werden, ein bisschen aufräumen und zum Schluss saug ich noch durch.

Um 13 Uhr war dann Pablo eingeplant. Auch ein Let´s deal Kunde für eine 60 minutige Massage. Pablo hat den Termin für heute erst heute früh ausgemacht und war froh, dass ich so spontan Zeit hatte. Jetzt hat er mir um 12.55 Uhr geschrieben, dass er nicht kommen wird, da ihm jetzt erst aufgefallen sei, wo die Adresse sei und dass ihm das zu weit sei. Ja herzlichen Dank auch, dass du da erst 5 Minuten vor dem Termin drauf kommst. Ist ja nicht so, dass meine Adresse bei dem Angebot dabei steht und man sich davor schlau machen könnte, wo sich meine Praxis befindet.

Ich habe diese neugewonnene Zeit genutzt um einen Blogeintrag zu schreiben.

Um 14.30 war dann eigentlich die nächste Kundin dran, aber Lydia kam eine halbe Stunde zu spät. (Ich plan ja extra schon immer eine halbe Stunde zwischen jedem Kunden. Denn der eine kommt mal 5 min zu früh und der nächste 5 min zu spät, aber die Norweger hier, die schaffen es regelmäßig auch deutlich später zu kommen als nur 5 min. Denn die schauen nicht nach wo die Adresse wirklich ist, sondern fahren einfach drauf los und finden dann die Adresse nicht. Die planen auch nicht 5 min mehr Fahrtzeit ein und kommen dann natürlich grundsätzlich zu spät.) Das Problem ist immer wenn die Kunden zu spät kommen, dass man ja nichts mehr anfangen kann, da man damit rechnet, dass sie jeden Moment kommen bzw. dann anruft und nachfragt wo sie denn eigentlich sind. Und sich dann herausstellt, dass sie einfach mal 20min in die falsche Richtung gefahren sind oder am Haus vorbei gefahren sind, da sie sich nicht, wie von mir empfohlen, die Wegbeschreibung auf meiner Website angeschaut haben. Lydia war auch eine Let´s deal Kundin und hatte einen Rabattcode für 60 min Massage, da sie aber so viel zu spät kam und ich danach den nächsten Kunden eingeplant hatte, konnten wir nicht die kompletten 60 min machen.

Annbjørg kam dann auch 15min zu spät und hatte dann von 16.15 bis 17.15 ihre Massage. Um 17.20 bekomm ich dann eine E-Mail von Olaf, dass er seinen Termin von heute für 17.30 leider absagen muss, er könne aber gerne heute auch um 18.30 kommen. Haha wie lustig. Also hab ich Olaf angerufen, um ihm mitzuteilen, dass es heute nicht mehr möglich ist (das wird mir dann einfach zu spät, denn Olaf hat auch 60min Massage und bis dann alles aufgeräumt wäre, wäre locker nach 20Uhr und ich werde morgen auch einen ewig langen Tag haben). Wir haben uns dann auf Freitag 17.30 einigen können.

Nachdem das geklärt war und ich alles dokumentiert hatte, war dann auch schon 19.30. Ich hab schon vor morgen Angst, denn das wir auch ein echt langer Tag werden und heute so lange das war echt mega anstrengend, obwohl ich heute ja nicht so viel behandelt habe, aber diese kurzfristigen Absagen stressen mich schon.

Nachdem ich dann zusammen mit Marco gegessen hatte, sind wir dann auch schon bald ins Bett. Ist immer gar nicht so einfach, so schnell runter zu kommen und ab zu schalten, wenn man so lange gearbeitet hat.

Dienstag, 4.7.17 – Aboret

Heute haben wir wieder super Wetter! Und ich hatte einen freien Nachmittag, also hab ich Marco überredet auf einen Abendspaziergang mitzukommen. Wir sind ins Aboret gefahren. Das ist nicht weit weg von uns und ist wie ein natürlicher Park/Wald. Soll sehr schön sein, dass wollten natürlich mal überprüfen.
Stinkig war ich als wir da ankamen und fürs Parken bezahlen mussten. Das ist ja schon ne Sauerei. Die werben zwar damit, dass der Erlös dem Park zu gute kommt, aber so atemberaubend war es im nachhinein auch wieder nicht. Aber okay. Wenn ich mich noch richtig erinnere waren es 3 oder 4€. Man kann übrigens auch eine Monats- oder Jahreskarte kaufen. Für einen Wald. Na dann. Ich werde so schnell erstmal nicht wieder kommen, denn hier gibt es so viele andere schöne Fleckchen zum Wandern und spazieren gehen, da brauch ich nicht dafür zu bezahlen.
Trotz alledem hatten wir einen schönen Abend dort.
Wir haben uns die Schildchen mit den Fragen und Antworten durchgelesen und haben so viel Neues gelernt. Wir haben ein mega süßes Eichhörnchen getroffen. Und wir haben uns nicht verlaufen und haben unser Auto wiedergefunden. 🙂
Viel Spaß mit den Bildern!

Juli 2017 (Teil 1)

Auch den Juli werde ich so zusammen fassen. Ich werde einzelne Beiträge machen und Tage zusammenfassen.

Samstag, 1.7.17 – Sommer
Heute ist wunderschönes Wetter und Marco und ich haben Zeit gemeinsam einzukaufen. Und diese Gelegenheit wird genutzt mal wieder ein Kleid zu tragen. Im Arbeitsalltag ist das ja ein bisschen schwierig. Also Physio ist das jetzt nicht so angebracht.
Zum Essen gabs leckeren Fisch. Den Fisch den wir bei unserem ersten Angelausflug mit dem eigenen Boot gefangen haben. Schmeckt gleich doppelt so lecker!

 

Sonntag, 2.7.17 – mmmh Knobikräuterbutter
Auch heute gabs was sommerliches zum Essen. Wir haben wieder Knoblauchkräuterbutter selbst gemacht und ich liebe sie einfach!!! Unwiederstehlich lecker!

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Montag, 3.7.17 – schlecht Wetter

Heute ist mal wieder ein Regentag. Alles grau.
Abends gibts dann gefüllte Paprika – das hatten wir schon lange nicht mehr.

 

Freitag, 30.6.17 – Was hab ich hier in Norwegen gelernt?

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Jeder Mensch entwickelt sich in seinem Leben weiter. Und das ist auch gut so! Es gibt immer Situationen die neu sind, an die man sich anpassen muss.

Ich wurde hier immer wieder vor Herausforderungen gestellt. Ich wurde ins kalte Wasser geworfen. Ich musste meine Komfortzone verlassen. Das war natürlich nicht immer einfach. Das hat viel Mut und Kraft gekostet. Es waren auch Tränen der Verzweiflung dabei.

Ich hab gelernt mit solchen Situationen um zugehen. Die Nervosität vor Vorstellungsgesrprächen (in einer fremden Sprache), vor dem Kennenlernen neuer Leute oder das Behandeln (physioterapeutische Behandlungen) von Menschen aus aller Welt, hat sich aufgeöst. Ich bin selbstsicherer geworden und auch vor Zurückweisungen hab ich keine Angst mehr (auch wenn sie noch immer weh tun). Ich habe gelernt aus den jeweiligen Situationen immer das Beste zu machen, immer 100% zu geben und ich selbst zu sein und wenn das dann nicht gereicht hat, dann hat das nicht sollen sein. Ich hab grad hier nach den Vorstellungsgesprächen (wenn ich überhaupt das Glück hatte eingeladen zu werden) immer an mir selbst gezweifelt. Aber es gibt so viele Gründe warum ich hier keinen Job finde. Und vielleicht war auch jemand dabei, der mit meiner Art nicht klar gekommen ist. DAnn sind wir sodem Konflikt schon aus dem Weg gegangen.

Ich habe gelernt die Tage so zu nehmen wie sie kommen. Ich hab alles andere als einen geregelten Alltag. Mal hab ich richtig viel zu tun und an anderen Tagen wieder weniger. Und selbst wenn ich alles super geplant hab, reicht nur ein Anruf eines Kunden und alles wird über den Haufen geworfen. Das stresst mich manchmal ganz schön, aber eigentlich ist es genial, denn so fällt man nicht in diesen Alltagstrott. So wird die Spannung immer aufrecht erhalten.

Ich habe auch gelernt (auch wenn mir das immer noch schwer fällt) mir Freiräume zu schaffen. Allein die Arbeitszeiten – die Kunden können manchmal schon sehr fordernd sein und verständnislos. Da braucht es Mut, Kraft und Selbstbewusstsein NEIN zu sagen und Durchhaltevermögen zu seinem Wort zu stehen. Wenn man Angestellter ist, dann wird das so hingenommen, ich habe allerdings feststellen müssen, dass die Selbständigkeit nicht so viel Respekt erfährt. Das ist wirklich sehr schade.

Ich habe gelernt das Wetter anders zu nutzen und zu schätzen. Hier bei uns regnet es wirklich sehr oft und es ist auch oft eisig durch den ständigen Wind, aber zwischendurch scheint auch hier die Sonne und wir bekommen sommerliche Temperaturen. Natürlich kann ich jetzt nicht meinen Kunden absagen, aber ich kann Büro, Haushalt, Blog und was sonst noch so anfällt einfach verschieben oder gar nach draußen verlegen. Ich der sich gern an strickte Pläne und To-Do-Listen hält, ist das nicht immer ganz so einach. Aber ich sollte doch mein Leben genießen und die Dinge die ich mache gern machen. Deshalb gestalte ich in der Zeit, in der es möglich ist, das auch so, dass ich mich am Ende des Tages nicht darüber ärger was ich verpasst habe.
Passend zu dem kitschigen Motto – Lebe den Moment!

Es gibt noch genug was ich lernen kann, wo ich noch entspannter werden sollte. Aber auch wenn ich mich verändert habe, bleib ich noch immer ich und manches gehört einfach zu mir.

In diesem Sinne wünsche ich euch viel Spaß bei der Findung eures Selbst!!

 

Donnerstag, 30.6.17 – Der erste Fisch vom neuen Boot

Auch heute haben wir wieder super Wetter! Ich hab heute ein paar Bilder von mir selbst gemacht, da mir meine Locken so gefallen haben.

Als Marco dann von der Arbeit kam sind wir noch mit dem Boot raus gefahren. Heute wollten wir mal wieder angeln. Und wir hatten auch Glück. Gleich der erste Wurf von Marco und zack war ein Fisch dran. Ein richtig schöner!!! Und auch danach hat uns das Glück nicht verlassen und wir sind mit genug Fischen nach Hause gefahren. Es war ein wunderschöner Abend auf dem Wasser!! Das Meer war sehr ruhig und die Sonne hat das ganze zusätzlich gemütlich gemacht. Ein wunderschöner Tag!!!! Ist schon toll so ein eigenes Boot zu haben!!! Ich hoffe wir bekommen noch viele schöne Bootswettertage!

Zuhause haben wir dann den Fisch eingefroren. Denn für heute war schon Thailändisch geplant und den Fisch solls dann ein ander mal geben.

Mittwoch, 29.6.17 – Haben wir uns ein Boot gekauft?

Ja, wir haben uns wirklich ein Boot gekauft.
Marco träumt ja schon seit wir umgezogen sind von einem Boot. Erst wollte er ein Boot für den See vor dem Haus. Dann haben wir kurz über Kajaks nachgedacht und dann war für Marco ganz klar: er will ein Boot, um auf dem Meer und in den Fjorden fahren zu können.

Ich als richtiger Schwob (Schwabe), hab ihn versucht zu überreden, dass wir das auf nächstes Jahr verschieben. Dann hätten wir genug Zeit uns zu informieren. Wir könnten noch ein bisschen sparen und ich will unbedingt den Road Trip durch Norwegen nächstes Jahr machen und ich wäre sehr enttäuscht, wenn wir das nächstes Jahr wieder nicht machen könnten. Aber wenn Marco sich was in den Kopf setzt, dann hat man da nicht mehr so viele Chancen. Und so kam er jeden Tag mit neuen Annoncen von Booten an. Hauptsächlich wollten wir ein Boot zum Angeln. All zu teuer durfte es natürlich auch nicht sein und am besten kein Bastelprojekt, da wir uns jetzt nicht so mit Booten auskennen.

Irgendwann hatte er mich dann auch soweit und wir haben uns ein Boot in Egersund angeschaut.
Das stellte sich allerdings als eine Katastrophe heraus. Denn der Eigentümer hat Bilder von vor 10 Jahren in der Annonce gehabt und die hatten mit der Wirklichkeit nicht mehr viel zu tun. Das Boot wurde alles andere als gepflegt. Auch der Motor war komplett auseinander geschraubt und die Schrauben dazu hatte er nicht mal mehr alle. Also nein – das haben wir nicht gekauft,

Nur ein paar Tage später haben wir dann ein anderes gefunden. Da war die Innenausstattung nicht ganz so gut wie bei dem anderen, aber dafür war alles deutlich gepflegter. Auch der Motor wurde im Jahr 2011 ersetzt. Das Boot selbst war von 1973. Auch eine Probefahrt war möglich. Jetzt mussten wir nur noch schauen ob wir überhaupt einen Bootsplatz finden, denn ohne den braucht man auch kein Boot.

Wir hatten Glück. Direkt im Nachbarort war noch was frei, dass auch bezahlbar wäre.

Wir haben natürlich nochmal darüber geschlafen und abgewogen ob das wirklich eine gute Idee ist.
Wir haben beide beschlossen, dass es ein gutes Angebot ist und dass das Boot perfekt auf unsere Anforderungen passt.
Wir wollen damit zum Angeln fahren können. Wenn es im Herbst bzw. im Winter kalt wird, haben wir eine Kabine in der man sich wieder aufwärmen kann. Man könnte sogar darin übernachten wenn man das möchte. Und das „Verdeck“ können wir auf und zu machen.
Man müsste zwar innen noch ein bisschen was erneuern (Neue Polster, denn die sind vermutlich noch von 1973, neue Vorhänge und so Kleinigkeiten.), aber die wichtigsten Sachen wie der Motor und das Boot selbst sind in gutem Zustand.

Und so sind wir heute gemeinsam nach Forsand gefahren (ist gar nicht so weit weg von uns. Auf dem Weg zum Preikestolen).
Marco ist dann mit dem Boot nach Hause gefahren und ich habe das Auto zurück gefahren.

Video: Marcos erste Fahrt

(Man braucht übrigens für diese Größe an Boot keinen Bootsführerschein. Da es klein genug ist und nicht schnell fährt, dennoch hat Marco einen Bootsführerschein gemacht, da wir beide der Ansicht waren, dass das sehr sinnvoll ist. Wir sind ja nicht damit aufgewachsen und es schade nicht, all die Regeln die auf dem Wasser gelten zu kennen.)

Marco hat natürlich deutlich länger gebraucht wie ich, denn er musste um eine Landzunge herum fahren und das Boot fährt nur ungefähr 10 km/h.

Nachdem Marco dann im Hafen angekommen ist, hat er mich eingeladen und wir haben eine kleine Rundfahrt gemacht. Ist schon cool mit nem eigenen Boot!!

Ihr werdet also mit Sicherheit noch viele Beiträge zum neuen Boot lesen können.

Video: Marco kommt im Hafen an

Video: Erste gemeinsame Fahrt mit UNSEREM Boot