Meine Highlights – Road Trip durch Norwegen 2018

Die Reise war einfach nur unbeschreiblich schön! Mir hat es sehr viel Spaß gemacht das Land auf diese Weise entdecken zu können. Auch wenn ich mich in einigen Jahren bestimmt nicht mehr an jedes Detail erinnern werde, so werde ich diesen Gesamteindruck und dieses Gefühl den ich von der Reise habe, nicht wieder vergessen. Das Wetter hatte uns ja „nur“ im mittleren Teil etwas hängen lassen. Das hat natürlich auch beigetragen was zu den Highlights wurde. Es war wirklich ein bisschen schade, dass die Tage an denen Franzi und Jörg dabei waren so grau und kalt waren. Aber es war unglaublich schön ein Teil des Weges gemeinsam zu erkunden!

 

Die folgende Liste ist am Tag der Heimreise entstanden.

Auf Platz 10 habe ich die Elche platziert. Es war ein großer Wunsch von mir einen Elch auf dieser Reise in freier Wildbahn zu sehen. Das wurde gleich 3mal erfüllt. Bei jedem Elchschild hab ich extra gut aufgepasst und doch nie einen gesehen. Die tauchten einfach am Straßenrand in „Nicht- Elch-Gebieten“ auf. Es war immer eine tolle Stimmung, wenn man dann plötzlich einen sah und wild gerufen hat. Es sind schon echt prächtige Tiere.

 

Die tollen Gletscher landen auf dem vorletzten Platz. Sie waren wirklich sehr eindrucksvoll! Ich habe mich unglaublich klein gefühlt in ihrem Anblick – so gewaltig! Ich hoffe wir Menschen schaffen es diese wundervolle Natur wieder aufleben zu lassen, damit noch viele Generationen Freude an unserer wundervollen Erde haben können.

 

Nicht nur die Gletscher haben mich schwer beeindruckt auch die Fjorde haben mich fasziniert. In der Gegend in der wir wohnen sind wir umgeben von Fjorden und dennoch fand ich die Fjordlandschaften so besonders. Sie waren einfach auch so unterschiedlich. Ganz kleine Fjorde, weite offene Fjorde wie z.B. bei Molde, oder der Geirangerfjord mit seinen hohen Bergen. Auch der Nordfjord hat mir sehr gut gefallen!

 

Strände dürfen natürlich nicht fehlen. Ich liebe den Strand und das Meer, deshalb mit dabei auf Platz 7. Am besten hat mir glaub ich der Ramberg Strand gefallen. Das war eine tolle Stimmung als wir dort anhielten (leider viel zu kurz). Auch der Strand bei Eggum an dem wie die tollen Muscheln gesammelt haben, fand ich sehr schön. Weißer Sand und im Hintergrund die Berge.

 

Auf Platz 6 hat es der erste Blick auf die Lofoten geschafft. Die Sonne spitzelte ein bisschen durch die Wolken, um uns herum nur Wasser und plötzlich tauchten die Umrisse der Lofoten vor uns auf. Ein magischer Moment!!

 

 

Platz 5 ist das Wiedersehen mit Franzi und Jörg. Leider sieht man sich so selten, aber so erlebt man auch die Zeit die man gemeinsam verbringt umso intensiver. Es war wirklich sehr schön, dass sie mit dabei waren und wir haben sehr viele schöne gemeinsame Augenblicke sammeln können.

 

 

Der Måtinden und die damit verbundene Wanderung war auch ein sehr schönes Erlebnis. Der Aussicht war fantastisch. Und so ganz anders wie bei uns. Das Moor, die raue See, die untergehende Sonne, die Strände und die vielen Berge. Ein ganz besonderer Moment auf der Reise!

 

 

Meine große neue Liebe hat es auf Platz 3 geschafft. Die Altstadt von Trondheim. Die vielen kleinen Häuschen in all den bunten Farben und der Kanal der sie trennt. Zauberhaft schön!

 

 

Platz 2 belegt der Nationalfeiertag den wir in Trondheim erleben durften. Die Norweger lieben ihr Land und zeigen das auch gerne, nicht nur an diesem Tag. Dennoch ist der 17. Mai etwas ganz besonderes. Alle sind hübsch gekleidet und freuen sich den Tag mit der Familie zu verbringen. Die Kinder bekommen mehr Süßes als sie essen können und alle sind in Feierstimmung. Das Wetter war einfach nur überragend und es waren unglaublich viele Menschen in der Stadt. Spannend war auch der nicht enden wollende Umzug, so viele tolle Menschen die lachend und winkend an uns vorbeizogen.

 

 

Auf dem 1. Platz liegt der erste Tag. Die Vorfreude war riesig. Endlich soll es losgehen. Das Wetter war gut und die Laune noch besser. Wir haben angehalten wo´s uns gefiel und haben uns richtig gefreut an der schönen Natur. Abends haben wir ja Freunde auf ihrer Hütte besucht (die einen fantastischen Ausblick hat) und haben einen Einblick bekommen wie das norwegische Hüttenleben aussieht. Wer die Norweger ein bisschen kennt, weiß dass das keine Selbstverständlichkeit ist, dass man zu ihnen nach Hause eingeladen wird. Und wir wurden so herzlich empfangen.

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Blick von der Hütte

 

Ich könnte noch so viel mehr aufzählen. Wir haben so viel erlebt auf den 5400km. Marco und ich hatten ganz viel Zeit miteinander ohne Alltagszeugs, das habe ich sehr genossen! Norwegen hat mich wirklich beeindruckt. So viel wunderschöne Natur und so extrem unterschiedlich. Ich bin auch beeindruckt, das unser Auto das alles mitgemacht hat. Ist ja doch nicht das neuste.

Ich freue mich jetzt schon den Rest von Norwegen zu entdecken und das ein oder andere Plätzchen, das wir auf unserer Reise gesehen haben, vielleicht nochmal wieder zu besuchen!

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Zahlen Daten Fakten Road Trip Norwegen Mai 2018

Wie ihr wisst liebe ich Statistiken. Ich möchte nochmals alle Zahlen hier zusammentragen.

  • Gesamtkilometer: 5463,2km -> wenn man bedenkt das nur ca. 500km auf gleicher Strecke waren und der Rest komplett unbekannt. Und wir haben von Norwegen noch lang nicht alles gesehen. Der oberste Norden, der komplette Osten und auch der Süden waren da jetzt gar nicht dabei. Einfach faszinierend!
  • Fähren: 13 Stück
  • Brücken: 778 -> einfach nur unglaublich
  • Tunnelkilometer: min. 442 km
  • Deutsche Wohnmobile (-wägen): 216 -> fast schade dass wir nicht aufgeschrieben haben wie viele wir insgesamt gesehen haben.
  • Rentiere: 34
  • Elche: 3
  • Fylke (sowas wie Bundesländer): 9 von 18 (Rogaland, Hordaland, Sogn og Fjordane, Møre og Romsdal, Sør- Trøndelag, Nord-Trøndelag, Nordland, Troms und Oppland)
  • Schiffe der Hurtigruten: 6 (MS Midnatsol, MS Trollfjord, MS Vesterålen, MS Richard With, MS Finnmark und MS Lofoten)

Road Trip durch Norwegen: Donnerstag, 31.5.18 – Eine wundervolle Reise geht zu Ende

Auch heute habe ich wieder gut geschlafen, dank den warmen Temperaturen. Das Rauschen des Wasserfalls war am Anfang noch störend, doch da es sehr gleichmäßig war, konnte ich dann doch sehr schnell einschlafen.
Geweckt wurden wir von den Sonnenstrahlen. Auch heute wird wohl ein herrlicher Tag.
Wir konnten sogar schon im T-Shirt frühstücken. Wie herrlich. Und etwas surreal, wenn man bedenkt das wir vor 3 Tagen noch im tiefsten Winter waren.
Nach dem Frühstück haben wir alles im Auto verstaut und uns auf den Heimweg gemacht. Nun war es also so weit. Die Reise würde heute Enden. In mir machte sich Traurigkeit breit, denn mir hat das Reisen wirklich sehr gut gefallen und ich weiß, dass Norwegen noch viel mehr zu entdecken hat, als das was wir bis jetzt gesehen haben. Aber für uns ist das jetzt erstmal das Ende, doch das muss ja wohl kaum für immer sein.

Also versuchte ich den letzten Tag nochmal zu genießen! Wir fuhren die geschwungene Straße hinunter zum Fuße des Wasserfalls. Ein wirklich imposanter Wasserfall!
Es dauerte nicht lange bis wir zum Tunnel kamen, der einen Kreisverkehr hatte und an unserem Ende die Hardangerbrücke zum Vorschein kam. Ich wollte unbedingt einen kleinen Spaziergang über diese Brücke machen, als ich sah, dass es einen Extratunnel für Fußgänger gab. Marco hatte keine Lust, er fühlte sich nicht so gut und wollte im Auto auf mich warten. So zog ich mit ein paar Touristen die gleichzeitig mit uns dort ankamen los um die Brücke zu bestaunen. Es dauerte nicht lange da hatte ich die komplette Gruppe überholt und konnte in einem zügigen Tempo den Weg nach unten gehen. Und so kam die Brücke immer näher. Nur noch durch den Fußgängertunnel und dann hatte man eine spektakuläre Sicht nach links und rechts. Beängstigend war nur das vibrieren der Brücke wenn LKWs oder Busse darüber fuhren. Man vergisst bei der Größe schnell, dass es sich ja eigentlich um eine Hängebrücke handelt und dann ist es nicht mehr so verwunderlich das sie sich so stark bewegt. Ich fand es trotzdem sehr grusselig. Aber die Aussicht macht es für mich erträglicher. Wirklich schön! Vor allem bei so schönem Wetter wie heute. Im zügigen Tempo bin ich dann zurück zu Marco, ich wollte nicht, dass er zu lange warten muss. Zeit hatten wir aber genug. Denn ich hatte rausgefunden, dass die Straße zwischen Kinsarvik und Odda heute nur zwischen 10 Uhr und 10.30 geöffnet sein soll. Da wir schon öfter hier waren wussten wir, dass wir diesen Streckenabschnitt planen mussten. Hier wird nämlich schon seit sehr langer Zeit gebaut. Um die Straße, die am Fjord entlang führt, breiter zu machen, muss hier gesprengt werden. Dazu wird natürlich die Straße gesperrt.
Wir haben, da wir noch ein bisschen Zeit hatten, in Kinsarvik einen kleinen Stopp eingelegt. Ich habe eingekauft während Marco auf der Suche nach einem Klo war. Kurz vor 10 haben wir uns dann auf den Weg gemacht. Dort wartete schon eine Autoschlange auf uns. Um kurz nach 10 Uhr kamen uns dann die ersten Autos entgegen. Erst um 10.20 Uhr war dann unsere Seite dran.
Der restliche Nachhauseweg war nicht mehr so spektakulär. Da wir hier schon häufiger waren. Allerdings war es schön in der frühlingshaften Natur die Landschaft und das Wetter zu genießen. Und so kamen wir um kurz nach 3 Uhr zuhause an.

Zuhause haben dann ein paar unerfreuliche Dinge auf uns gewartet. Es stand mein Trampolin, dass ich vor mehreren Monaten bestellt hatte (das mehrere 100€ kostet) einfach vor unserer Haustür. Eins unserer Bürofenster hatte einen Riss, da jemand einen Stein ins Fenster geworfen hatte und als ich meinen Praxisraum sah, brach ich fast in Tränen aus. Wir hatten den schönsten Sonnenschein, doch in meiner Praxis war es finster wie in einem Abstellraum in einem Keller. Unser Vermieter hatte eine riesige Terrasse über mein Praxisfenster gebaut.

Diese Ankunft war leider nicht die schönste und ich brauchte auch ein bisschen diesen Frust zu verdauen.
Aber das sollte unsere tollen Augenblicke die wir auf der Reise sammeln konnten nicht schmälern. Nächstes Mal werde ich euch eine kleine Highlight-Liste präsentieren und noch einmal von der tollen Reise schwärmen!

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: vom Skjervetfossen bis nach Hause (Sandnes)
  • 321 km
  • 2 Fähren
  • 57 Tunnel
  • 44 km in Tunneln
  • 68 Brücken
  • 44 deutsche Wohnwägen/mobil
  • Übernachtung: Im eigenen Bett

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Road Trip durch Norwegen: Mittwoch, 30.5.18 – Die klassische Touristen-Tour

Wir haben sehr gut geschlafen und wurden von Sonnenstrahlen geweckt. Man merkt auch dass es nachts deutlich wärmer ist, denn auch im Auto ist es deutlich wärmer und dadurch angenehmer zu schlafen.
Gefrühstück haben wir nicht hier auf dem Parkplatz sondern ein paar Kilometer weiter. Das Wetter sah wirklich sehr vielversprechend aus und auch unsere heutige Tour sollte einige MUST- see (laut Reiseführer über Norwegen) in Petto haben. Der erste Stopp war ein nicht geplanter Halt an einem reißenden Fluss. Wer also am Slettafossen vorbei fährt sollte sich das auf jeden Fall nicht entgehen lassen. Einfach Wahnsinn wie schnell das Wasser an einem vorbei schießt.
Die weitere Strecke war von Wasserfällen und Bergen geprägt. Wir fuhren entlang verschiedenster Täler und um uns das Schmelzwasser des vergangen Winters.
Wir sind quasi einmal um den Trollveggen gefahren. Das ist eine steile Bergwand – Europas höchste sogar.
Statt der Hauptstraße zu folgen, sind wir an einer sehr unscheinbaren Abzweigung abgebogen. Denn wir wollten auch die berühmten Trollstigen sehen. Das ist eine Passstraße die schon von weitem sichtbar ist und bei Touristen sehr beliebt. Sie ist auch wirklich imponierend. Wer aber bei uns in Stavanger ist, kann auch einfach von Lyseboten den Pass nach oben fahren, das ist sehr ähnlich.
Auf halber Strecke nach oben kann man auf der Brücke anhalten und den 180m hohen Wasserfall bewundern. Die Straße ist relativ schmal und durch den Tourismus stark befahren. Oben angekommen ist man dann auf 850m über Null. Was für Norwegen schon wieder ganz beachtlich ist. Man hat von dem Aussichtspunkt eine super Sicht über den Pass, aber auch über das ganze Tal.
Faszinierend war das man unten in saftigem Grün startet und oben dann plötzlich wieder Schnee hat.
Es dauert dann allerdings nicht lange bis man wieder nach unten fährt bis auf Meereshöhe und alles ist wieder saftig grün. Unten in Valldal angekommen konnten wir den Geiranger (Fjord) in einem wunderschönen kräftigen blau bestaunen. Das Wetter war einfach Bombe!!! Von Valldal aus sind wir mit der Fähre nach Eidsdal übergesetzt. Dort habe ich mich dann erstmal umgezogen, denn mittlerweile hatten wir 30°C. Sooooooooooo toll!!!!!!
Auch der Geiranger ist ein beliebtes Touristenziel und da die Saison seit ein paar Tagen offiziell eröffnet ist, war hier auch echt viel los.
Um aber zum Postkartenmotiv zukommen muss man nochmal einen Pass nach oben fahren. Und dann ist es nicht mehr weit. Es war schon wirklich eine tolle Aussicht auf den Fjord, das Dorf Geiranger und die sieben Schwestern (Wasserfälle). Und sogar ein Kreuzfahrtschiff lag im Fjord – wie auf den Postkarten.
In Geiranger selbst war unglaublich viel los. Dort gibt es nichts außer diesen Fjord, aber das Dorf war vollgestopft mit Menschen. Wir haben dann ein bisschen weiter oben (ein weiterer Pass) gehalten und haben ein weiteres Postkartenfoto geschossen. War schon toll auch hier einmal gewesen zu sein!
Was mir aber genauso imponiert hat war der nächste Pass. Denn man Starte auf Fjordhöhe und ganz oben ist man dann bei über 1000müN. Das hat man so in Deutschland nicht, da startet man halt von 600m oder von 1000m, aber hier ist man zuerst am Meer bzw. in dem Fall Fjord und dann ist man einige Zeit später mitten im Gebirge. Auch hier war es wieder sehr winterlich. Wir kamen sogar an einem noch halb zugefrorenen See vorbei. Schon komisch wenn’s draußen 30°C hat und um dich herum liegt Schnee.

In Loen waren wir dann wieder auf der für uns schon bekannten Strecke vom Anfang unserer Reise. Vorbei am wunderschönen Nordfjord. Bei weitem nicht so bekannt wie der Geiranger aber genauso schön! Spiegelglattes Wasser in einem richtig schönen blau! Auch hier geht es wieder einen Pass hinauf. Heute haben wir schon wirklich viele Höhenmeter gemacht.
In Sogndal haben wir dann die 5000km-Marke geschafft. Danach ging es wieder durch den ewig langen Tunnel und so waren wir leider erst kurz nach Ladenschluss in Flåm. Wir wollten nämlich Würstchen einkaufen und noch grillen bei diesem herrlichen Wetter. Aber so sind wir doch noch ein bisschen weiter gefahren als gedacht. Denn erst in Voss das über 60km entfernt liegt und ein bisschen mehr als eine Autostunde zu fahren war, gab es den nächsten Supermarkt. Auf dieser Strecke mussten wir schon wieder an einer Baustelle auf das Leitfahrzeug warten. Als Trost für die armen Mitarbeiter, die zu so später Stunde noch arbeiten mussten, haben wir unsere Schokolade verschenkt. Die haben sich tatsächlich gefreut. Einen spontanen Halt haben wir dann noch am Tvindefossen gemacht. Er ist 152m hoch und sieht sehr hübsch aus mit seinen „Treppen“.
Nachdem wir dann endlich in Voss unsere Würstchen gekauft hatten (es war mittlerweile schon halb 10Uhr), haben wir uns auf die Suche nach einem Essens- und Schlafplatz gemacht. Wir sind dann irgendwo spontan abgebogen und haben ein richtig tolles Plätzchen gefunden. Auch an einem Wasserfall – Skjervetfossen.
Dort hat Marco den Grill ausgepackt und ich habe währenddessen die Gegend um den Wasserfall erkundet. Da es noch immer hell war, war das gar kein Problem.
Zum Abschluss des Tages gab´s dann also noch gegrillte Würstchen.

Was für ein überragend schöner Tag. Das Wetter war einfach fantastisch und auch die Reiseroute heute war wirklich sehr schön. Viele Täler, Pässe und Bergplateaus die wir passiert haben. Bekannte Touristenplätze, aber auch unbekannte schöne Fleckchen haben wir heute gesehen. Ein wirklich gelungener Tag! Ein toller Abschluss für eine wirklich spannende Reise durch Norwegen!

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: von Lesjaskog bis Skjervet
  • 511 km
  • 2 Fähren
  • 29 Tunnel
  • 91 km in Tunneln
  • 112 Brücken
  • 57 deutsche Wohnwägen/mobil
  • Übernachtung: Im Auto auf dem Parkplatz beim Skjervetfossen (Wasserfall)

Man beachte die heutige Statistik. Es waren wirklich richtig viele deutsche Wohnwägen bzw. Wohnmobile die uns begegnet sind. Und auch über Brücken sind wir heute viele gefahren. Auch der 24,5km lange Tunnel war wieder dabei. Leider habe ich keine Ahnung wie viele Höhenmeter wir heute gefahren sind, das wäre wirklich noch sehr interessant gewesen.

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Road Trip durch Norwegen: Dienstag, 29.5.18 – Dovrefjell-Nationalpark

Heute mussten wir schon wieder Abschied vom Torghatten und der wunderschönen Natur hier nehmen. Ich bin froh, dass wir diesen „Umweg“ hierher gemacht haben! Leider war das Wetter heute wieder deutlich schlechter und so wurden wir mit einem grau verabschiedet. In Brønnøysund habe ich dann nochmal mein Glück mit einer Kirche probiert. Nachdem wir jetzt auf den Reisen doch an sehr vielen vorbei gekommen sind und leider alle verschlossen waren, sollte ich hier mein Glück finden. So stand ich in der Kirche und jemand spielte auf der Orgel. Deshalb dachte ich war die Kirche auch offen, doch dann sah ich den Sarg. Der Pfarrer kam und dachte vermutlich im ersten Moment ich sei der Fotograf den die Familie organisiert hatte, als er dann aber meine Kleidung gesehen hat, war ihm sicher klar dass ich ein Tourist war. Dennoch wurde ich nicht rausgeworfen und so hab ich doch noch ein Bild vom Kircheninneren bekommen.
Eine wirklich sehr schöne Kirche.

Nach Brønnøysund kamen Marco und ich nicht allzu weit, denn wir mussten mit einer Fähre übersetzen. Auf diese mussten wir leider eine Stunde warten. Das war etwas nervig, denn hier war es nicht allzu spannend.
Und auch danach hatten wir nicht so viel Glück auf der Straße. Es waren viele Bauarbeiten und es hieß wieder auf das Fahrzeug zu warten, dass einen durch die Baustelle geleitet und dann war auch noch ein LKW umgekippt und hat Baumstämme verloren.
Allerdings wurde das Wetter immer besser und es kam die Sonne wieder zum Vorschein.
Als wir dann kurz vor Trondheim waren sah alles bekannt und doch so anders aus. Denn jetzt war alles grün. Auch die Felder wurden langsam grün. Hier oben braucht der Frühling einfach noch länger bis er endlich den Winter vertreibt.
Nach Trondheim war die Strecke relativ unspektakulär bis auf den Elch den wir neben der Straße gesehen haben. Dieses Mal ist es mir auch gelungen ein besseres Foto zu schießen.

Das Highlight war heute jedoch nicht der Elch sondern die Hochebene – der Dovrefjell Nationalpark. Es war magisch hier oben über die Ebene zu fahren. Die Sonne hat ein wunderschönes Licht auf die Landschaft gezaubert. Hier würde ich gerne wieder einmal vorbei kommen und ein bisschen Zeit zum Wandern haben.

Für unseren Schlafplatz war es hier leider noch zu früh und deshalb fuhren wir weiter. Einige norwegische Meilen (10km = 1 Meile – wird sprachgebräuchlich genutzt, ist nichts offizielles) später haben wir dann auf einem Parkplatz vor einer Kirche geparkt und unser Nachtlager im Auto aufgebaut.

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: vom Torghatten Camping nach Lesjaskog
  • 577 km
  • 1 Fähre
  • 19 Tunnel
  • 10 km in Tunneln
  • 68 Brücken
  • 28 deutsche Wohnwägen/mobil
  • Übernachtung: Torghatten Camping 1 Zelt + 2 Personen und 1 Auto 200kr

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Road Trip durch Norwegen: Montag, 28.5.18 – Das Loch im Berg

Man schläft im Auto ja nie so richtig gut, aber ich würde sagen ich hab gut geschlafen. Und als ich die Augen auf gemacht hab, wurde ich von einem blauen Himmel begrüßt. Endlich wieder Sonne!! Marco und ich haben uns riesig gefreut!
Unsere Route führte uns durch viele langsam grünwerdende Wälder. Richtig frühlingshaft. Passt ja ganz gut. Marco und ich fühlten uns wie wenn wir direkt aus dem Winter kamen.
Zum Frühstücken fanden wir einen wunderschönen Platz am Wasser! So lässt sich’s aushalten! Auch die ersten Kilometer nach dem Frühstück waren von Fjorden und Wäldern geprägt. Als wir uns aber so langsam dem Polarkreiscenter näherten wurde es wieder karg. Aber wir sind ja jetzt auch wieder auf 600müN. Als wir das Arctic Circle Center erreichten, dieses Mal von der nördlichen Richtung kommend, konnte der Unterschied nicht größer sein. Es war warm und der ganze Schnee war fast verschwunden. An der Stelle an der der Schnee vor nur 9 Tagen noch über 1,5m hoch war, war jetzt nur noch 90cm hoch. Die Natur ist wirklich faszinierend, was sie in nur 9 Tagen alles schafft. Eine lustige Situation war auch der Verkäufer der im Center arbeitet, der konnte gar nicht glauben, dass alle das Gebäude in T-Shirts betreten und musste selbst nach draußen gehen, um zu überprüfen ob es wirklich so warm ist. Es hatte 19,5°C auf 692müN. Schon ein krasser Unterschied zum letzten Mal.

Aber man muss sagen wir hatten die letzten Tage wirklich Pech mit dem Wetter. Natürlich ist es hier oben im Norden nicht extrem warm im Frühling, aber durch die extreme Hitze im Süden Norwegens wurde die Kaltwetterfront oben gehalten und konnte nicht abziehen und so hatten wir noch Winter, während der Rest Norwegens schwitzte. Aber heute Morgen hatten wir schon 21,5°C (noch nördlich des Polarkreises), das macht Hoffnung.
Als wir den Polarkreis überfahren haben, hatten Marco und ich extrem das Gefühl, dass der Urlaub zu Ende ist. Wir sind noch lange nicht zuhause, der Polarkreis liegt Luftlinie über 1000km von Stavanger entfernt.
Wir werden also bestimmt noch einiges Erleben auf unserer Rückfahrt.

Kurz nach Mo i Rana kam uns dann ein Tesla mit Donauwörter Kennzeichen entgegen, das ist doch schon was Besonderes. Deutsche sieht man hier wie Sand am Meer, vor allem jetzt. Wir merken deutlich, dass die Saison jetzt langsam beginnt. Aber einen deutschen Tesla hab ich hier in Norwegen noch nicht gesehen. Und dann ja auch noch aus der alten Heimat. Schon lustig.

Schön wie grün jetzt alles ist. Und bei schönem Wetter sieht es natürlich noch schöner aus. Entlang an Fjorden fuhren wir weiter Richtung Süden. Wir hatten uns entschieden einen „kleinen“ Abstecher nach Brønnøysund zu machen. Da gibt es nämlich einen ganz besonderen Berg, aber dazu später mehr. Der Weg nach Brønnøysund war wirklich wunderschön!! Viele Wälder und Flüsse, aber auch Fjorde und das Meer. Manchmal kam über 50km kein Haus am Wegrand. Norwegen fasziniert mich immer wieder.
Am großen Laksfossen, ein tosender Wasserfall, haben wir einen Stopp eingelegt und haben uns ein Eis gegönnt.

Auch wenn wir mittlerweile schon wieder weit südlich vom Polarkreis waren, war es teilweise immer noch sehr winterlich. Mit Schnee bedeckten Bergen und manchmal gerade erst grünwerdenden Bäumen. Auch die Temperatur schwankte ständig. Aber es war trotzdem überall schön warm!
Die Landschaft hier gefällt mir wirklich sehr gut. Es sieht aus wie ein Trollwald durch den ein kleines Sträßchen führt.
Dann fuhren wir über eine Kuppe und plötzlich war er zu sehen – der Torghatten. Der 258m hohe Berg hat ein 160m langes Loch. Das Loch ist 35m hoch und 20m breit. Es ist also nicht gerade ein kleines Loch. Man kann einfach durch den Berg hindurch schauen. Allerdings sieht man das Loch nur von dieser Kuppe hier oben oder dann von der Meeresseite. Man kann aber auch zum Loch wandern und durch es hindurch gehen. Um diesen Berg ranken sich einige Sagen und Legenden, wie dieses Loch da wohl hineingekommen ist. Eine Legende besagt, dass es ein Pfeilloch in einem Hut ist, der die fliehende Prinzessin retten sollte.

Als wir in Brønnøysund ankamen, haben wir erstmal ein paar Kleinigkeiten eingekauft und sind dann Richtung Torghatten gefahren. Auf der Jagd nach einem Bild von der auslaufenden MS Finnmark (ein Schiff der Hurtigruten), haben wir einen wunderschönen Küstenabschnitt gefunden. Die Helgelandsküste wird oft als eine der schönsten Küstenabschnitte Norwegens bezeichnet.

Auf dem Weg zum Campingplatz haben wir dann eine kleine Rehfamilie getroffen. So süß!
Wir haben heute am Fuße des Torghatten, auf dem Torghatten Camping, gezeltet.
Nachdem wir unser Zelt aufgebaut hatten und abendgegessen hatten, haben wir noch einen kleinen Spaziergang über den Campingplatz gemacht. Marco hat sich dann schlafengelegt, ich aber hab mich nur hingelegt um die Zeit bis 0.15 Uhr tot zuschlagen. Denn am Campingplatz fahren die Hurtigrutenschiffe direkt vorbei. Das südwärts gehende Schiff haben wir ja heute schon gesehen. Jetzt heute Nacht kommt das nordwärts gehende Schiff vorbei. Das kann ich mir nicht entgehen lassen. Also hab ich ca. 2 Stunden gelesen und hab mich dann warm eingepackt (wegen dem Wind, aber nichts im Vergleich zu den letzten Tagen, es war deutlich wärmer) und hab mich auf einen Fels am Meer gesetzt. Es war eine milde Nacht und es war noch immer relativ hell. (Die Lampe die wir für die Zelttour gekauft haben, haben wir nie gebraucht.)

Als erstes kam ein kleines Schifferbötchen um die Ecke und dann musst ich eine gefühlte Ewigkeit warten und dachte schon ich hätte das Schiff verpasst. Doch dann um 0.15 Uhr kam die MS Lofoten um die Felskante. Die MS Lofoten ist das 2. älteste Schiff der Hurtigruten. Es sieht innen aus wie 1964 als es vom Stapel lief. Ein ganz besonderes Flair also. Es haben nur 400 Passagiere Platz, relativ klein für ein Kreuzfahrtschiff. Einen Rekord konnte das Schiff im Jahre 2015 feiern, als es zum 3.000-sten Mal den Polarkreis überquerte.
Ich habe mich sehr gefreut die MS Lofoten zu sehen. Es war ein schöner Augenblick!

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: von Hjelvik zum Torghatten Camping
  • 463 km
  • keine Fähre
  • 26 Tunnel
  • 27 km in Tunneln
  • 75 Brücken
  • 15 deutsche Wohnwägen/mobil
  • Übernachtung: Torghatten Camping 1 Zelt + 2 Personen und 1 Auto 200kr

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Road Trip durch Norwegen: Sonntag, 27.5.18 – Südwärts

Heute heißt es früh aufstehen, denn Franzi und Jörg müssen ihren Flieger erwischen. Um 7.30 sind wir zum Flughafen gefahren, dieser liegt auf einer Insel hinter der Hauptinsel. Es ist immer ein komisches Gefühl, wenn man sich am Flughafen verabschiedet. Denn wir wissen meist nicht, wann man den anderen wieder sieht. – Hoffentlich bald!
Ich war auf jeden Fall froh, dass unsere Reise noch nicht zu Ende ist und wir noch ein paar Tage Abenteuer vor uns haben.

Zurück am Campingplatz bin ich dann erstmal zum Duschen (wer weiß, wann ich wieder eine zu Gesicht bekomme). Anschließend haben wir die Hütte sauber gemacht und das Auto wieder eingeräumt. Bevor es dann wieder auf die Straße ging, haben wir noch die Reste der Bolognese gegessen. Um 11 Uhr sind wir dann wieder los.

Der Wetterbericht lässt uns mal wieder im Stich, denn er hat uns Sonne versprochen, doch es regnet und ist kalt. In Stavanger haben sie immer noch 30°C. Schon seit dem 17. Mai. Das ist echt ungewöhnlich. Marco und ich sind ein bisschen traurig und haben auch Angst, dass das der Sommer ist und wir nicht dabei waren. Denn bei uns (Stavanger) an der Westküste ist der Sommer doch eher bescheiden. Aber vielleicht haben wir ja Glück und bekommen auch noch ein bisschen was ab.
Wir wollten heute auf jeden Fall viel Strecke hinter uns bringen, damit wir auch ein bisschen was vom guten Wetter abbekommen.
Stattdessen sieht es hier aber eher aus als ob es frisch geschneit hätte. Vielleicht bilde ich es mir auch nur ein, dass jetzt mehr Schnee hier liegt, aber ich befürchte hier hat es vor kurzem geschneit.
Trotzdem genossen wir die Fahrt, denn es waren mehrere Abschnitte auf denen man 90km/h fahren durfte. Ist ja in der Gegend wo wir wohnen eher eine Seltenheit.
Ich hab mich bei der Fahrt ein bisschen darüber ausgelassen, dass sie das Porto für die Briefe schon wieder erhöht haben. Um 40cent. Das find ich echt viel. Jetzt kostet es 2€ einen normalen Brief nach Deutschland zu verschicken und auch innerhalb Norwegens bezahlt man ca. 1,50€. Aber ändern kann man das natürlich nicht und vielleicht ist es ja auch gerechtfertigt und in Deutschland ist es einfach nur viel zu billig.

Marco und ich wurden beide plötzlich richtig müde und wir haben mitten an der Bundesstraße ein Nickerchen gemacht. Ich war so müde, dass mich der Lärm nicht mal gestört hat.
Nach einer Stunde waren wir dann wieder fit und fuhren weiter. Leider war es noch immer kalt und regnerisch. Ich hab mir dann einfach die Sitzheizung angemacht und dann war’s schon gleich viel gemütlicher.

Bei Narvik wird gerade eine neue riesen große Brücke gebaut. Das fand ich wirklich sehr imponierend.
Die Brücke soll die Strecke um 18 km kürzer machen, das ist schon einiges. Die Brücke selbst wird 1533m lang, mit einem freihängenden Teilstück von 1145m (die Hardangerbrücke bleibt somit noch die längste in Norwegen). Trotzdem imponierend, dass man so große Hängebrücken bauen kann!
In Narvik waren wir dann beim Burger King und danach gab’s noch ein Slusheis (das schlechteste, das ich je gegessen habe). Die Frau in dem Kiosk hat uns erst Ewigkeiten warten lassen und uns dann noch das Ohr voll gelabert.
Die Landschaft um Narvik hat mir sehr gut gefallen. Wieder sehr viel Wasser und Berge. Das lieb ich so an Norwegen, dass man beides hat.

Vor der Fähre von Ulvik nach Forså sind wir durch eine besonders schöne Gegend gefahren und ich fand es echt schade, dass wir hier nicht angehalten haben. Es war wirklich schön! Tolle weiße Strände und Berge mit weißen Gipfeln. Wie das wohl erst bei schönem Wetter aussieht?! Ich hätte wirklich Lust hier mal wieder her zu kommen, aber es ist schon wirklich weit weg. Es sind noch über 850km nach Trondheim. Das ist schon echt krass, diese ewigen Abstände hier in Norwegen.
Auch der Tysnfjord ist eine Reise wert. Ein wirklich schöner Fjord, mit tollem Bergpanorama.

Geschlafen haben wir heute wieder im Auto. Das Wetter wurde zum Abend hin zwar immer besser, aber es war noch immer sehr kalt. Wir haben ein richtig schönes ruhiges Plätzchen gefunden. Neben einem Feld voller Farne. Da es eine Seitenstraße zu einem kleinen Dörfchen war, war auch kaum Verkehr und Marco und ich konnten in Ruhe schlafen.

Ein eher ungemütlicher Tag geht zu Ende, dennoch war es ein sehr spannender Tag. Wir haben viel gesehen. Tolle Brücken und schöne Berglandschafen.

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: vom Tromsø Lodge og Camping nach Hjelvik
  • 473 km
  • 1 Fähre
  • 21 Tunnel
  • 20 km in Tunneln
  • 81 Brücken
  • 7 deutsche Wohnwägen/mobil
  • 1 Elch!
  • 12 Rentiere
  • Übernachtung: Im Auto an einer Seitenstraße

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Road Trip durch Norwegen: Samstag, 26.5.18 – Der nördlichste Punkt unserer Reise

Auch heute haben wir nochmal einen Tag in Tromsø verbracht. Das Wetter war leider nicht so gut. Es war sehr kalt, windig und es hat geregnet. Ein perfekter Tag fürs Museum.
Als erstes sind wir in das Aquarium Polaria. Hier gab es ein schönes Robben-Gehege und ich habe mehr über die süßen Tierchen erfahren. Das Gehege war echt cool, denn man konnte die Tiere nicht nur vom Beckenrand sehen, sondern auch in Aktion. Denn es gab mehrere Fenster Unterwasser und auch einen Tunnel über den die Robben schwimmen. War sehr spannend.

Danach sind wir zum Nordnorsk Vitensenter gefahren (Man könnte sagen so ähnlich wie Experimentia, ich war mit meiner Familie schon mal in Sandnes in so einem Museum). Auf dem Parkplatz zu diesem Wissenscenter war der nördlichste Punkt unserer Reise (sehr romantisch). 69°40´44N 18°58´18E

Nachdem wir unsere Tickets an der Kasse gekauft hatten, wurde uns auch noch eine extra Vorführung im Planetarium angeboten. Da Franzi und Jörg nicht norwegisch sprechen, haben sie extra für uns eine deutsche Vorführung gemacht. Das fand ich wirklich sehr nett!
Im Center selbst hatten wir wirklich viel Spaß!! Man konnte viel ausprobieren und vor allem das Rennen (Boot, Fahrrad und Schlitten) fand ich besonders spaßig. Es war sau anstrengend, aber wirklich lustig.

Anschließend sind wir wieder ins Zentrum gefahren, denn die Männer wollten noch ein Bier in der nördlichsten Brauerei der Welt trinken.

Zum Abendessen gab’s heute Spaghetti Bolognese – das geht einfach immer, finde ich.
Nach einigen Runden Uno und einem mächtigen Stückchen Kuchen endete der letzte gemeinsame Abend. Morgen müssen Franzi und Jörg leider schon wieder zurück.

Es war eine sehr spannende und intensive Zeit. Wir haben viel übereinander gelernt und uns noch besser kennengelernt. Es war sehr schön, die zwei mal wieder zusehen!!! Schön, dass ihr dieses Abenteuer mit uns geteilt habt!!

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: in Tromsø
  • 25 km
  • Keine Fähre
  • 3 Tunnel
  • ? km in Tunneln -> ganz Tromsø ist ein Tunnel, das ist also schwierig zu sagen
  • 3 Brücken
  • 1 deutschen Wohnwagen/mobil
  • Übernachtung: Tromsø Lodge og Camping eine Hütte für 4 Personen 675kr

K1024_Tag15

Road Trip durch Norwegen: Freitag, 25.5.18 – Tromsø

Nach dem Frühstück haben wir es heute ruhig angehen lassen und sind um 11 Uhr dann los. Als erster Programmpunkt stand die Ishavskatedrale (Eismeerkathedrale) auf der Liste. Es gibt verschiedenste Theorien was den Architekten inspiriert hat. Denn die Form der Kirche ist wirklich außergewöhnlich. Es wird spekuliert ob es Eisschollen oder die Nordlichter waren. Es könnte aber auch ein Lavvo (so heißen die Zelte der Sami) sein. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.
Sie ist auf jeden Fall ein beliebtes Touristenziel hier in Tromsø. Und auch von Innen (sie war geschlossen, aber man hätte sie später besichtigen können, allerdings war mir der Eintritt zu teuer und man konnte ja reinsehen, das war also schon okay für mich) ist die Kirche anders als wir es von Deutschland vielleicht gewöhnt sind. Sehr bunt und gleichzeitig aber auch schlicht. Was mir besonders gut gefallen hat, war als die Sonne von oben drauf gescheint hat. Ich habe mir die Eisscholle sehr gut vorstellen können, denn die hat manchmal ja auch so türkisblaue Flecken.
Das Wetter war heute echt super und man hatte von der Kathedrale einen schönen Blick auf Tromsø. Tromsø besteht quasi aus 3 Teilen. 2 Festlandteile (auf einem davon befinden wir uns gerade) und der Insel die Troms heißt. Die Insel ist der Stadtkern. Den haben wir uns als nächstes vorgenommen. Um auf die Insel zu kommen, muss man dann über die 1km lange Brücke fahren. Um zum Parkhaus zu kommen mussten wir durch das Tunnelsystem von Tromsø fahren. Quasi die ganze Insel ist untertunnelt. Auch das Parkhaus war was ganz besonderes. Denn es war ein Bunker. Eigentlich ganz praktisch, wenn man die Parkhäuser unterirdisch baut und sie dann im Ernstfall als Zufluchtsort nutzen kann.
Wir sind direkt bei der Bibliothek rausgekommen. Das Wetter war so herrlich. Es war zwar relativ frisch, aber die Sonne tat einfach so gut!
Nach einem kleinen Marsch durch die Fußgängerzone kamen wir an einer Kirche vorbei. Dort wurde gerade gebaut. Und auf den Treppenstufen zur Kirche wurden Wärmekabel verlegt. Schon nicht dumm die Norweger (die haben aber auch das Geld dafür), die verlegen einfach eine Fußbodenheizung damit sie in den langen Wintern mit viel Schnee nicht schippen müssen. Ein bisschen dekadent.
Die Häuser sind in Tromsø bunt gemischt. Ob alt und aus Holz oder die hässlichen Betonbauten der 90er oder die moderne Bauten der heutigen Zeit. Alles zu finden.
Am Hafen (der ist übrigens echt riesig) haben wir dann ein tolles Museum gefunden. Dort steht ein Schiff in einem Glaskasten, leider hatte das Museum noch nicht geöffnet. Das öffnet erst in 2 Wochen, wenn dann die Saison losgeht. Nebendran steht das Polaria, ein Aquarium. Und die Form erinnert an Eisschollen die an Land gespült wurden oder an Dominosteine.
Wir sind dann noch in einen Souvenirgeschäft. Ich wollte nochmal ein paar Postkarten. Dort haben wir dann auch Moltebeerenmarmelade gefunden. Ein winziges Glas für über 20€. Schon frech, denn man kann die in jedem Supermarkt in Norwegen kaufen. Für ca. 3 bis 5€. Ja die Touristen werden wie in jedem Land ordentlich abgezockt. Danach haben wir noch eine Perle gefunden. Ein wunderschönes Geschäft, versteckt in einem Hinterhof. Hier gibt es Bücher die bis unter die Decke gestapelt sind und Spielzeug soweit das Auge reicht. Ein Paradies!
Hier hab ich noch einen super Tipp bekommen wie man auf den Hausberg kommt. Denn ich hab nur eine sehr lange Wanderung gefunden und so viel Zeit werden wir wohl nicht haben. Und auch die Gondel war keine Option, denn die war viel zu teuer. Aber auch hier in Tromsø waren die Sherpas fleißig. Hier haben sie eine „Treppe“ gebaut. Mal schauen ob wir dafür noch Zeit haben, aber das Wetter ist auf jeden Fall super heute.
Als wir alle so langsam hungrig wurden, haben wir uns auf die Suche nach was Leckerem zum Essen gemacht. Im Egon wurden wir fündig. Das ist eine Restaurantkette in Norwegen. Dort gibt es Pizza. Marco und ich waren noch nie in einem Egon, obwohl es bei uns auch welche gibt. Die hatten auch ein super Angebot heute und der Preis war wirklich akzeptabel. So gab´s quasi all-you-can-eat. War auch wirklich sehr lecker. Danach sind wir dann zum Auto zurück und sind zum botanischen Garten gefahren. Es ist der nördlichste botanische Garten auf der ganzen Welt. Leider waren wir ein paar Wochen zu früh, denn der Frühling ist noch nicht wirklich da, aber es gabt trotzdem viele verschiedene Pflanzen zu bestaunen.
Danach waren wir einkaufen und sind dann zurück zum Campingplatz.

Und wieder konnte ich leider keinen dazu begeistern mit mir auf den Hausberg zu wandern. Also musste ich mich alleine auf den Weg machen. Marco hat mich an den Anfang der Treppen gefahren und dann habe ich da gleichmal eine lustige Bekanntschaft gemacht. 2 Jungs (beide keine Norweger) wollten auch gerade los und haben gefragt, wie lange man für die Wanderung braucht. Wir haben uns ein Stück gut unterhalten, dann musste ich die Jungs aber doch ziehen lassen, denn das Tempo konnte ich auf Dauer nicht mithalten.
Die Wanderung war schon ein bisschen anstrengend. Obs jetzt daran lag, dass ich erst vorgestern gewandert bin oder weil die Treppenstufen nicht gerade die richtige Höhe hatten, wahrscheinlich war’s eine Kombination aus beidem. Und zwischendurch war ich dann echt froh, dass ich mich für die richtigen Wanderschuhe entschieden hatte, denn plötzlich waren die Stufen unter einem Meter Schnee vergraben. Das war echt nicht einfach da drüber zu kommen und ich fand es auch nicht sehr lustig. Aber die Aussicht hat für alles entlohnt. Trotz nicht mehr perfektem Wetter (es war auch extrem windig hier oben), hatte man eine super Sicht über Tromsø!! Wer mal in Tromsø ist, sollte auf jeden Fall hier hoch. Und die Sherpatreppen sind auch echt machbar.
Der Abstieg war deutlich einfacher und ich war auch wieder schneller als ich dachte. Und so bin ich Marco dann wieder entgegengelaufen. Ich hab dann erstmal geduscht. Das war perfekt, so war ich ruckzuck wieder warm.
Als wir dann zum Kochen in der Gemeinschaftsküche saßen, hatten wir ein sehr lustige Begegnung. Denn plötzlich wurde Marco von einem Mädchen angesprochen die mit ihrem Freund in der Küche saß. Wo Marco denn her kommt, denn der Dialekt kommt ihr so bekannt vor. Und ob sie sich schon mal begegnet wären, denn sie glaubt Marco zu kennen. Und wie sich dann rausgestellt hat, waren Marco und sie in derselben Schule und in der ersten Klasse auch in der gleichen Klassen. Was für ein Zufall. Da ist man 3200km von zu Hause weg und dann trifft man zufälligerweise eine alte Klassenkameradin. Die Welt ist einfach so klein! Während wir unsere Linsen mit Soida gegessen haben, haben wir uns mit den Zweien unterhalten. Die haben morgen noch was ganz spannendes vor sich, denn die fliegen nach Svalbart (So heißt die Insel ganz oben im Norden. In Deutschland wird sie fälschlicherweise als Spitzbergen bezeichnet, aber das ist nur die Hauptinsel.). Da würde ich ja schon auch mal gerne hin. Da kann man nämlich Eisbären sehen und auch die Insel hat eine sehr spannende Geschichte. Sie lag nämlich ursprünglich mal in der Nähe des Südpols. Sie hat also eine sehr lange Reise hinter sich. Und man findet noch heute viele Korallen und Gestein aus der Südsee.

Trotz Wetter kann ich wirklich nicht über den Urlaub klagen. So viele spannende Dinge die wir erleben und sehen – es macht einfach unheimlich Spaß und ich würde gern noch so viel mehr entdecken!

Dann also bis morgen, denn da geht es ja weiter, noch haben wir ein paar spannende Tage vor uns, bevor der Alltag uns wieder einholt.

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: in Tromsø
  • 32 km
  • Keine Fähre
  • 2 Tunnel
  • ? km in Tunneln -> ganz Tromsø ist ein Tunnel, das ist also schwierig zu sagen
  • 2 Brücken
  • keine deutschen Wohnwägen/mobil
  • Übernachtung: Tromsø Lodge og Camping eine Hütte für 4 Personen 675kr

K1024_Tag14

Road Trip durch Norwegen: Donnerstag, 24.5.18 – winterlich

Wie jeden Tag im Zelt sind wir sehr früh aufgewacht und haben dann auf Grund des Regens auch schnell abgebaut. Gefrühstückt haben wir dann wieder im super warmen Aufenthaltsraum.

Unsere heutige Reiseroute ist ganz schön heftig – 460km. Und das ist leider nicht mal schnell in 5 Stunden gemacht. Da man hier in Norwegen nicht so schnell wie in Deutschland fahren darf und die Straßen das teilweise auch gar nicht hergeben, muss man laut Google für die Strecke mindestens 7 Stunden einrechnen und dann haben wir noch keine Pause gemacht. Es gäbe noch eine schnellere Variante. Es gibt eine Fähre von Andenes nach Gryllefjord auf die Insel Senja, aber da Franzi das so schlecht verträgt, haben wir uns für den Landweg entschieden.
Das bedeutet wir müssen jetzt erstmal zurück nach Sortland. Wir sind aber dieses Mal auf der anderen Inselseite gefahren, damit wir noch ein bisschen was neues sehen. Und das war auch gut so, denn kurz nach Bleik stand plötzlich eine Schafmama mit ihrem Baby auf der Straße und ihr zweites Kind war hinterm Zaun. Das hat sich fast stranguliert bei dem Versuch durch den Zaun zu kommen. Also haben Marco und ich in Teamarbeit die Mama mit ihrem Kind wieder auf die Weide gescheucht. Schafrettung war erfolgreich!

Kurz vor Sortland dann ein kleiner Aufreger. Marco und ich fangen an Elch zu schreien, denn direkt neben der Straße auf der rechten Seite steht ein junger Elchbulle. Marco hat dann gebremst um bei der nächsten Gelegenheit zu wende, der Autofahrer hinter uns war wahrscheinlich ein bisschen genervt. Franzi und ich haben uns dann versucht dem Elch langsam zu nähern. Aber allzu nah sind wir ihm nicht gekommen und dann hat er das Weite gesucht. Oh wie spannend unser erste Elch in freier Wildbahn!

In Sortland haben wir dann kurz Halt gemacht um zu Tanken. Und dort haben wir dann auch die Midnatsol (das Hurtigrutenschiff) wiedergetroffen. Das kommt gerade von Kirkenes und fährt jetzt wieder südwärts nach Bergen.
Die Landschaft wurde immer kahler und es lag wieder Schnee auf den Bergen. Die Seen waren auch teilweise noch gefroren. Ich finde dass sehr faszinierend wie schnell sich das hier ändert. Das Wetter war leider auch nicht berauschend.
Dann gab es nochmal einen Tumult im Auto, als wir weitere Rentiere gesehen haben. Auch diese wieder direkt neben der Straße.

Wir haben so viele schöne Strände und Fjorde auf unserem Weg nach Tromsø passiert. Zwischendurch wurde die Landschaft auch wieder ein bisschen grüner und dann als wir in der Nähe von Bardufoss waren, wurde es wieder winterlicher. In der Region Bardu ist ein riesen Militärgelände. Hier ist einer der größten Luftverteidigungsstützpunkte Norwegens.
Vor dem Städtchen Bardufoss fährt man wenn man von Süden kommt an einem alten Bauernhof vorbei. Die Gebäude sind von 1860. Das Museum hatte nicht geöffnet, doch man konnte sich auf dem Gelände frei bewegen und die Gebäude wenigstens von außen anschauen.
In Bardufoss selbst, wollten wir dann ins Militärmuseum, doch das hatte wies der Zufall will ausgerechnet diese Woche geschlossen, da sie auf einer Schulung oder so waren. Wir sind schon so Glückspilze.

 

Wir sind dann auch an einem Berg vorbeigefahren, dessen Gipfel mit Schnee bedeckt war. Was an sich ja nicht besonderes ist, aber der Schnee hat ausgeschaut, wie wenn der erst vorkurzem gefallen wäre. Man darf einfach nicht vergessen, dass wir über dem Polarkreis sind.
Am Wegrand haben wir dann auch einen Samishop gefunden. Da sind wir dann kurz durchgeschlendert.
Die folgende Landschaft ist geprägt von weißen Berggipfeln. Auch wenn die Bäume grün sind. Kurz vor Tromsø waren die Bäume und Büsche dann wieder kahl und braun. Das Wetter wurde auch immer schlechter und ungemütlicher.
Als wir in Tromsø angekommen sind, haben wir dann erstmal den Campingplatz aufgesucht. Da wir hier nochmal ein paar Tage sind, haben wir uns eine Hütte gegönnt. Allerdings war die Hütte wirklich winzig, wir hatten keine eigenes Bad und kein fließend Wasser, aber es war warm und wir hatten ein Dach überm Kopf. Doch dafür war der Preis doch sehr hoch.
Zum Essen gab´s dann Reis mit Asiasoße – es war okay, aber definitiv das schlechteste Essen auf unserer Reise.
Abends haben wir dann noch einen Film geschaut. Allerdings bin ich dann irgendwann weggepennt.

Ein sehr spannender und abwechslungsreicher Tag. Die Landschaft hat sich alle 50 km stark verändert und wir haben wirklich viel gesehen. Zum Beispiel den Elch – schon der Wahnsinn wie groß die sind! Und das war ja nur ein junger Elchbulle, wie groß dann wohl die erwachsenen Tiere sind?!

 

Reiseroute/Statistik

  • Strecke: vom Midnattsol Camping Bleik zum Tromsø Lodge og Camping
  • 464 km
  • Keine Fähre
  • 3 Tunnel
  • 3 km in Tunneln
  • 68 Brücken
  • 11 deutsche Wohnwägen/mobil
  • 1 Elch!
  • 15 Rentiere
  • Übernachtung: Tromsø Lodge og Camping eine Hütte für 4 Personen 675kr

K1024_Tag13